Suick Muskie Killer

Suick Muskie Thriller – der Vater aller Jerkbaits

Dieser Jerkbait, den der Hersteller als den Vater aller Jerkbaits bezeichnet, hat eine große Anzahl von Muskies und Hechten auf dem Gewissen. Wenn amerikanische Angler den Namen Suick hören, denken sie automatisch an den Muskie Thriller. Frank Suick wurde 1899 geboren und begann in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts das Angeln im „Pelican Lake“. Die typische Methode damals war das Angeln mit Köderfischen. Diese Methode war Frank Suick zu langweilig und außerdem kam es vor, dass Muskies den Köder wieder aus spuckten bevor er anschlagen konnte. Er wollte einen Köder, mit dem er in dem Augenblick des Zupackens anschlagen konnte. In den frühen 30ern schnitzte er beim Angeln an einem Stück Zeder. Diese Schnitzerei entwickelte sich zu einem „all time classic jerk bait“, dem Suick Muskie Thriller. Frank machte sich dabei die Beobachtungen zunutzte, die er an einem der vielen Forellenzuchtteiche in seiner Umgebung gemacht hatte. Der einzige Moment, in dem eine Forelle eine andere attackierte war, wenn diese einen kranken oder verletzten Eindruck machte. Wenn man versuchte, solch eine verletzte Forelle mit dem Kescher aus dem Teich zu fangen, tauchte sie rund 50 cm tief ab, um dem Netz zu entkommen und kam dann wieder zurück zur Oberfläche. Wenn man die Fangversuche mit dem Kescher fortsetzte und die Forelle mehrfach zum ab- und wieder auftauchen zwang, machte sie mit ihren kranken und verletzten Bewegungen andere Forellen auf sich aufmerksam und wurde bald von größeren Fischen gefressen.

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass ausgerechnet die Beobachtung des Fressverhaltens von Forellen, einem beliebten Beutefisch der Muskies, zur Entwicklung des Muskie Thrillers geführt hat, dem wiederum so viele Muskies zum Opfer gefallen sind.

Als Frank einen der frühen Prototypen schnitzte rutschte er mit dem Messer ab und schnitt einen Teil des Zeder-Schwanzes ab. Dieser kleine Unfall führte zur Entwicklung der Schwanzflosse aus Stahl, die es ermöglicht, die Tauchtiefe des Muskie Thrillers zu beeinflussen. Die Original Thriller liefen übrigens 30 bis 45 cm tief, genau wie die Modelle heute.

Als Frank erste Testfischen an seiner Hütte am Pelican Lake absolvierte, merkte er sehr bald, dass er einen Volltreffer gelandet hatte. Schnell hatte er einige Köpfe von kapitalen Muskies in seiner Garage in Antigo hängen. Bedenken Sie bitte, dass dies alles zu einer Zeit geschah, als man sich um Catch and Release noch keine Gedanken machte.

Frank Suick aber machte sich Gedanken z.B. um das übrige Gerät. So benutzte er statt der mehrfädigen Stahlvorfächer, die ständig rissen, Vorfächer aus Klavierdraht, die den Belastungen besser gewachsen waren.

Kurz nachdem der neue Suick Köder perfekt war, machte die Nachricht von Franks unglaublichen 30 Muskies in 30 Tagen die Runde. Viele Muskieangler versuchten zum Teil mit allen Mitteln mehr über Franks Erfolg und neuen geheimnisvollen Köder zu erfahren. 

Es ging soweit, dass sich ein paar Angler aus Antigo zusammen taten und eine Spaßpetition verfassten, in der sie darum baten, Frank das Angeln im Pelican Lake zu verbieten. Es gab sogar einen, der den Spaß nicht verstand und damit drohte, keine Steuern mehr zu bezahlen, wenn Frank weiterhin im Pelican Lake angeln dürfte.

In Franks „Muskie Bar“, die er von seinen Eltern übernommen hatte, trafen sich fortan Muskie Angler aus dem ganzen Land und versuchten dort, einen der neuen Köder zu ergattern. 1942 startete dann der offizielle Verkauf der Suick Muskie Thriller.

Das Unternehmen wird heute von Franks Enkel Steve Suick geleitet. Die Farbpalette wurde ausgeweitet und es kamen einige neue Ködergrößen dazu, so auch die von mir angebotene 7 ´´-Version, die seit 1956 produziert wird.

Frank Suick, der „Muskie Professor“ war am Pelican Lake so überaus erfolgreich, weil er die Lebens- und vor allem Fressgewohnheiten der Muskies genauestens studiert und verinnerlicht hatte. Ein Zeitgenosse sagte einmal: „Es ist als würde er den Muskies unter die Haut kriechen, um sie besser zu verstehen.“

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