Schweden 2007

In den Herbstferien 2007 hieß es wieder, mit der Familie nach Schweden zu fahren. Wir fahren ja immer an den gleichen See zu unseren guten Bekannten Britt und Mauritz und mieten deren Ferienhaus, das direkt am Vallsjön im småländischen Hochland liegt, der wohl einer der besten Barschseen in Schweden sein dürfte. Neben Barschen gibt es aber auch noch Hechte und jede Menge Friedfische.

Die Herbstferien begannen in der zweiten Oktoberhälfte und dauerten bis Anfang November. Das ließ wettertechnisch nicht gerade gutes erwarten. Als wir ankamen war es immerhin trocken, aber kalt. So blieb das Wetter die kommenden Wochen. Nachts Frost, tagsüber Sonne und windstill. Die Wassertemperatur nahm kontinuierlich ab. Keine besonders guten Aussichten. Ich wollte mich eigentlich ein bisschen auf die Barsche konzentrieren, aber die Kälte machte ein konzentriertes Barschangeln fast unmöglich. Dazu kam, dass die Barsche einfach nicht beißen wollten. Wir haben am ersten Tag unseres Angelns noch zwei Barsche gefangen, danach war absoluter Totentanz auf Barsch. Auch die Hechte wollten nicht so wie wir. Wir fingen zwar regelmäßig den einen oder anderen Hecht, aber die Größe war doch unterdurchschnittlich.

Das kalte Wetter war auch dafür verantwortlich, dass sich die Begeisterung fürs Angeln beim Rest der Familie in sehr engen Grenzen hielt. Den Kindern wurde es einfach zu schnell kalt. Es lohnt sich auch nicht wirklich für die Kleinen einen Floatationsuite anzuschaffen, der im nächsten Jahr nicht mehr passt, auch wenn ich sie als Händler natürlich ein bisschen günstiger bekomme. So blieb uns nichts weiter übrig als nach kurzer Zeit wieder nach Hause zu fahren und uns aufzuwärmen. Es wurde ja sowieso relativ früh dunkel und so konnte man dann die Abende im gut geheizten Wohnzimmer verbringen. Der Kachelofen im Ferienhaus macht wirklich eine ganz wunderbare gleichmäßige und lang anhaltende Wärme. Für unseren Hund war es der erste Schwedenurlaub und er fühlte sich gleich sauwohl. Wasser gleich vor der Haustür war er nicht gewohnt und so musste der Platz am Vallsjön für ihn als Labrador-Retriever dem Paradies schon recht nah kommen. Vor allem hatte es ihm die Golden Retriever Hündin Måni von Britt und Mauritz angetan, mit der er sich sehr gut verstand. Auch das Bootfahren ging nach anfänglicher Unsicherheit mit ihm ganz gut. Zum Angeln habe ich ihn aber nicht mitgenommen, weil es wegen der rumliegenden Wobbler und Gummifische doch gefährlich für ihn hätte werden können.

Was macht man sonst noch im Herbst in Schweden? Man strolcht durch den Wald, wandert durch die sehr unzugängliche Skurugata und lässt die Natur auf sich wirken. Außerdem gehört ein Grillabend im Nationalpark Storemosse zu unserem Urlaub. Das Feuer musste angsichts der Temperaturen unter Null zwar etwas größer ausfallen, als es für die Würstchen notwendig gewesen wäre, aber das war egal.

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